SG Kurort Hartha – HSV Weinböhla 28 : 42

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SG Kurort Hartha – HSV Weinböhla 28 : 42

Beitragvon T(heo) » Mi 21 Mär, 2012 09:43

Gegen den ambitionierten Gegner gerät die SG nach einer katastrophalen Schlussviertelstunde unter die Räder.

Die Rollenverteilung vor dem Spiel war klar. Zu Gast in der Heimhalle der Harthaer im BSZ Freital war der Tabellenzweite HSV Weinböhla, der, auch dank internationaler Verstärkung aus der tschechischen Republik, perspektivisch auf die Sachsenliga blickt. Hartha dagegen konnte in den letzten Spielen sich und seine Fans nicht überzeugen und hatte sich Wiedergutmachung auf die Fahne geschrieben. Ein Punktgewinn sollte in der gut besuchten Heimhalle bei vollem Einsatz durchaus möglich sein, das es die Mannschaft vom Radeberger SV in der Vorwoche gezeigt.
Zunächst verschlief Hartha den Start komplett. In der 3. Minute lag man schon 0:4 zurück. Doch angestachelt von den Zuschauern und mit dem selbstgesteckten Ziel vor Augen, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die Angriffe wurden konzentrierter nach vorn getragen und auch in der Abwehr stellten sich die Spieler besser auf den Gegner ein. In der 6. Minute erzielte man den Anschlusstreffer zum 3:4, in der 9. Minute glich Hartha zum 6:6 aus. In den nächsten 10 Minuten standen sich zwei gleichwertige Gegner gegenüber, die schnellen Handball spielten und den Zuschauern spannende Unterhaltung boten. In der 19. Minute ging Hartha erstmalig mit 13:12 in Führung. Bedingt durch einige Zeitstrafen gerieten die Gastgeber aber ins Hintertreffen und Weinböhla konnte sich Stück für Stück absetzen. Auch eine Rote Karte in der 26. Minute hinderte sie nicht am Ausbau Ihres Vorsprungs. Mit 16:20 ging es in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen. Die Gäste legten vor aber Hartha ließ sich nicht abschütteln und blieb mit dem 4-Tore Rückstand bis zur 45. Minute in Schlagdistanz. Ab diesem Zeitpunkt stellten die Gastgeber das Handball spielen ein. Mit Schrecken mussten die Harthaer Fans mit ansehen, wie ihre Mannschaft dem Gegner den Ball praktisch in die Hände legte und der sich mit Kontern bedankte. In der Abwehr taten sich teils riesige Lücken auf, die konsequent genutzt wurden. Entweder setzten sich die HSVler durch oder die Schiedsrichter entschieden auf Strafwurf. Während Hartha von drei 7-m nur einen verwandeln konnte, gelang Weinböhla mit 9 Treffern vom Punkt eine 100%ige Quote. Zwei Rote Karten in den letzten 8 Minuten für die Harthaer Aufbaureihe machten das Desaster perfekt. Am Ende stand es 28:42. Sicher kann man gegen den Tabellenzweiten verlieren, doch muss man im Kurort aufpassen, dies nicht immer als Ausrede gelten zu lassen. Es wartet viel Arbeit auf die Trainer und die Mannschaft, um nach den letzten teils viel zu hoch ausgefallenen Niederlagen genug Selbstvertrauen für die letzten 3 Spiele in dieser Saison zu sammeln, um das Ziel des einstelligen Tabellenplatzes erreichen zu können.
Nichts ist so praktisch, wie eine gute Theorie.
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